Eselswiese: Zwischen Wohnungsdruck und Naturschutz
DIE LINKE lädt zur öffentlichen Diskussion ein
Die Debatte um die Zukunft der Eselswiese steht exemplarisch für einen bundesweiten Konflikt: Steigende Mieten, wachsender Wohnraumbedarf und kommunaler Siedlungsdruck treffen auf Klima- und Naturschutz.
Auch in Rüsselsheim stellt sich zunehmend die Frage, ob neue Baugebiete ausgewiesen werden sollen – und welchen ökologischen Preis die Stadt dafür zahlt.
Der Kreisverband Groß-Gerau der Partei Die Linke nimmt diese Spannungen zum Anlass für eine öffentliche Diskussionsveranstaltung. Ziel ist es, die unterschiedlichen Perspektiven offen zu beleuchten und Alternativen zur weiteren Flächenversiegelung zu diskutieren.
Der Rüsselsheimer Stadtverordnete Karl-Heinz Schneckenberger (Die Linke) lehnt die Erschließung der Eselswiese aus naturschutzpolitischen Gründen klar ab: „Wir dürfen nicht zulassen, dass immer mehr Grünflächen verschwinden. Die Eselswiese erfüllt wichtige ökologische Funktionen – für das Stadtklima, für Artenvielfalt und für die Lebensqualität. Kurzfristiger Baudruck darf nicht dazu führen, dass wir dauerhaft Natur zerstören.“
Gleichzeitig verweist Martin Dornheim, Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung Rüsselsheim, auf die soziale Realität vieler Menschen:
„Die Mieten steigen, bezahlbarer Wohnraum wird knapper. Der Siedlungsdruck ist real. Wenn neue Gebiete erschlossen werden, dann müssen sie konsequent Wohnungen für niedrige und mittlere Einkommen schaffen. Es darf keine Entwicklung geben, die ausschließlich hochpreisige Segmente bedient.“
Mitdiskutieren wird zudem der Bundestagsabgeordnete Jörg Cezanne (Die Linke). Er wird den bundespolitischen Rahmen der Auseinandersetzung beleuchten:
„Kommunen geraten bundesweit in die Bredouille: Entweder sie schaffen Wohnraum durch neue Flächenversiegelung – oder sie verschärfen die Wohnungsnot. Das zeigt, dass wir auf Bundesebene stärker eingreifen müssen. Wir brauchen eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit, mehr sozialen Wohnungsbau und klare Förderprogramme, damit Städte nicht gezwungen sind, Naturräume zu opfern.“
Die Veranstaltung soll deutlich machen: Der Konflikt um die Eselswiese ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck struktureller Probleme in der Wohnungs- und Bodenpolitik. Gesucht werden Wege, wie bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann, ohne weitere Naturflächen zu versiegeln – etwa durch Nachverdichtung, Umnutzung bestehender Gebäude oder eine stärkere gemeinwohlorientierte Bodenpolitik.
Veranstaltungsdetails:
Wie geht's weiter mit der Eselswiese?
📍 Haus der Kirche, Marktstraße 7, Rüsselsheim am Main
🗓 Freitag, 20. Februar 2026
⏰ Beginn: 18 Uhr
Der Kreisverband Groß-Gerau von DIE LINKE lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich zu informieren, mitzudiskutieren und eigene Perspektiven einzubringen. Die Zukunft der Eselswiese betrifft die gesamte Stadt – und verlangt politische Antworten, die soziale Gerechtigkeit und Naturschutz zusammendenken..

