Bildungshorror im Kreis Groß-Gerau:

Christiane Böhm

Schwarz-Rot kürzt an der Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen

 

Die angekündigten Sparmaßnahmen der hessischen Landesregierung im Bildungsbereich schlagen im Kreis Groß-Gerau mit voller Härte ein. Der Kreisverband die Linke warnt vor einem massiven Qualitätsverlust an den Schulen und einer finanziellen Überlastung der Kommunen.


„Die Landesregierung hat den Schulkampf eröffnet. Dass nun ausgerechnet an Schulen mit besonderen Herausforderungen und in Integrationsklassen gekürzt wird, ist eine soziale Bankrotterklärung“, kritisiert Christiane Böhm, Kreisvorsitzende der Linken. „Im Kreis Groß-Gerau trifft uns die Streichung der Binnendifferenzierung an den Integrierten Gesamtschulen (IGS) besonders hart. Fast fünf Lehrerstellen an drei betroffenen Schulen fallen weg. Das zerstört pädagogische Konzepte, die für den Lernerfolg unserer Kinder essenziell sind. Noch mehr sind es für Schulen mit besonderen Herausforderungen.“

Robin Cenk Cömert, Kandidat für die Kreistagsliste auf Platz 2, ergänzt die Kritik mit Blick auf die prekäre Lage in den Schulen: „Lehrkräfte, die ohnehin schon am Limit arbeiten, werden durch noch schlechtere Bedingungen weiter zermürbt. Wenn das Land die Schulen bei der Inklusion und Integration allein lässt, gefährdet das den gesamten Schulfrieden. Wir brauchen mehr pädagogisches Personal, nicht weniger. Die 1,5 Millionen Euro, die die SPD-geführte Wirtschaftsseite als Alibi-Investition feiert, sind angesichts eines dreistelligen Millionen-Lochs im Bildungsbudget purer Zynismus.“

Die Linke weist zudem auf die gefährliche Kettenreaktion für die Kommunalfinanzen hin. „Wenn Schülerinnen und Schüler aufgrund mangelnder Unterstützung den Anschluss verlieren, muss letztlich die Jugendhilfe einspringen“, so Böhm weiter. „Diese Kosten steigen ohnehin schon in schwindelerregende Höhen und bringen unsere Städte und Gemeinden in massive finanzielle Not. Das Land spart hier auf dem Rücken der Kommunen und der schwächsten Glieder unserer Gesellschaft.“

Die Linke fordert die Rücknahme der Kürzungen und eine gerechte Finanzierung durch die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. „Es ist genug Geld da – man muss es nur dort abholen, wo es im Überfluss vorhanden ist, statt die Bildungschancen im Kreis Groß-Gerau zu opfern“, so Cömert abschließend.