Bestürzung nach Großbrand im „Schnelser Weg“
Die Linke fordert lückenlose Aufklärung und Solidarität
Raunheim – Der Kreisverband Groß-Gerau und der Ortsverband Raunheim der Partei Die Linke zeigen sich tief erschüttert über den nächtlichen Großbrand in der Wohnanlage am Schnelser Weg. Für die dort lebenden wohnsitzlosen Menschen und Geflüchteten bedeutet dieses Ereignis den Verlust ihres Zuhauses, ihrer wenigen Besitztümer und ihres Sicherheitsgefühls.
Angriff auf die Stadtgesellschaft?
Esther Weißenborn, Sprecherin der Linken Raunheim, betont die Schwere des Vorfalls:
„Es ist erschütternd, wie schnell Existenzen durch ein solches Feuer aus dem Leben gerissen werden können. Dieser Brand weckt bittere Erinnerungen an gezielte Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte. Sollten die Ermittlungen Brandstiftung bestätigen, wäre dies nicht nur ein Verbrechen an den Bewohnern, sondern ein Angriff auf unser diverses Stadtbild und unsere demokratische Gesellschaft.“
Die Linke verweist zudem auf die besorgniserregenden Reaktionen in den sozialen Netzwerken. Ein Blick in die Kommentarspalten offenbare „glimmende Glutnester in den Köpfen“, die zeigen, wie notwendig eine klare solidarische Haltung gegen Ausgrenzung bleibt.
Dank an die Einsatzkräfte
Ein besonderer Dank gilt dem mutigen und unermüdlichen Einsatz der Feuerwehr, des DRK, des THW und der Polizei. Den im Einsatz verletzten Helfern sowie Bewohnerinnen und Bewohnern wünscht die Partei eine schnelle und vollständige Genesung. Den Angehörigen der zu Tode gekommenen Person gilt unser Mitgefühl.
Dringliche Fragen an die Stadtverwaltung
Angesichts der Katastrophe fordern die Kreisvorsitzenden Christiane Böhm und Blair Hirsch sowie der Ortsverband Raunheim schnelle Antworten auf zentrale Fragen:
• Unterstützung: Wie wird den Menschen, die alles verloren haben, konkret und langfristig geholfen?
• Prävention: Wurden alle Brandschutz- und Sicherheitsvorkehrungen in der Anlage eingehalten?
• Konsequenzen: Welche baulichen und organisatorischen Maßnahmen zieht die Stadt aus diesem Ereignis, um den Schutz in städtisch betreuten Unterkünften künftig zu garantieren und die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern?
„Eine solidarische Stadtgesellschaft misst sich daran, wie sie mit den Schutzbedürftigsten umgeht“, so die Unterzeichnenden. Das tragische Ereignis dürfe nicht folgenlos bleiben; Transparenz und die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Unterkünften müssten nun Priorität haben. Würde und Sicherheit der Betroffenen müssen im Zentrum aller weiteren Schritte stehen.
Für Rückfragen:
Esther Weißenborn & Alexander Lewis Sprecher:innen Ortsverband Die Linke Raunheim
Christiane Böhm & Blair Hirsch Kreisvorsitzende Die Linke Kreis Groß-Gerau
