Und ewig grüßt das Murmeltier…
Das Rüsselsheimer Murmeltier ist Oberbürgermeister und heißt Patrick Burghardt.
Die Linke offene Liste im Kreistag wundert sich, dass er immer dann, wenn er einen Haushalt vorlegen muss, die Sprache auf die Kreisklinik Groß-Gerau bringt. Als wenn die Klinikschließung ihm bei seinem 95 Millionen Euro Defizit entscheidend helfen würde.
Die Fraktionsvorsitzende Christiane Böhm bezeichnet es als Milchbubenrechnung, dass Rüsselsheim eine Million Euro geringere Kreisumlage zahlen müsste, wenn es die Klinik nicht mehr gäbe. Erst einmal würde die Klinikschließung zu einem Defizit im Kreis in Höhe von etwa 60 Millionen Euro führen - aufgrund laufender Verträge und den Alterssicherungsbeiträgen der Beschäftigten. Das müsste im Laufe der nächsten Jahre ausgeglichen werden - über die Kreisumlage und auch zu Lasten der Stadt Rüsselsheim. Zum zweiten ist die Kreisumlage nicht die einzige Einnahmequelle. Problematischer ist, dass die Schlüsselzuweisungen des Landes für die notwendigen Aufwendungen des Kreises und der Kommunen des Kreises viel zu gering sind.
Während sich die Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer und Menschen aus dem Nordkreis gut von dem gpr Klinikum versorgt sehen, gilt das für einen großen Teil der Kreisbewohner*innen nicht mehr. Wohnortnahe Kliniken sind für eine älter werdende Bevölkerung notwendig, auch die ambulante Versorgung ist damit verbunden. Die umliegenden Kliniken leiden nicht unter Mangel an Patientinnen und Patienten. Durch die Fallpauschalen, die hohe Kontrolldichte und Dokumentationspflichten können sie nicht kostendeckend arbeiten. Daran ändert die aktuelle Krankenhausreform wenig, stattdessen fordert Die Linke eine volle Kostenerstattung.
