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Newsletter für linke Politik

im Kreis Groß-Gerau vom 13.7.20 Ausgabe Nr. 327

Liebe Genossinnen und Genossen, 

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich bin jetzt häufiger auf den fehlenden Newsletter angeschrieben worden, da er über die Veranstaltungen im Kreis Groß-Gerau und darüber hinaus informiert. Der letzte bereits abgespeckte ist vor mehr als zwei Monaten erschienen. Leider gibt es keine Menschen mit genügend Zeit, die den Newsletter in der gewohnten Form herausbringen können. Ich will Euch heute eine Sommerversion liefern. Eigentlich ist ja Ferienzeit, da in diesem Jahr alles nicht so ist, wie gewohnt, schon ein paar Ausblicke auf die nächsten Tage und Monate.

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Janine Wissler und weitere Genossinnen erhalten Morddrohungen

Vor einigen Tagen wurden die Morddrohungen an Janine Wissler und zwei weitere Genossinnen der LINKEN bekannt. Auch hier wurden in den Mails private Daten veröffentlicht, die aus einem Wiesbadener Polizeicomputer stammen. Bei der Anwältin Basay-Yildiz vor zwei Jahren war es ein Frankfurter Polizeicomputer. Die rechten Polizeinetzwerke, die von Innenminister Beuth regelmäßig geleugnet werden, sind offensichtlich. Das wundert auch niemanden, der als Angehöriger einer ethnischen Minderheit häufiger Kontakt zur Polizei hat. Bundesinnenminister Seehofer traut sich nicht eine Studie zu racial profiling bei der Polizei zu beauftragen, weil er weiß, dass er die Ergebnisse nicht unter dem Teppich halten kann.

Das ist die eine Seite der Medaille, andererseits engagieren sich immer mehr Menschen gegen Rassismus – endlich ist das mal Thema in diesem Land – und rechte Strukturen sowie rechte Weltanschauungen. Das ist die beste Solidarität mit Janine und allen anderen, die von Rechten bedroht werden. Dazu kann man auch den Aufruf (siehe rechte Spalte) unterzeichnen.

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Kommunalwahl

Die Kommunalwahl findet am 14.3.21 statt. Die Vorbereitungen dafür sind bereits angelaufen. Im Kreis Groß-Gerau wird es voraussichtlich folgende Kandidaturen von Mitgliedern der LINKEN geben: für den Kreistag, in Rüsselsheim, Kelsterbach, Mörfelden-Walldorf, Groß-Gerau, Ginsheim-Gustavsburg, Büttelborn, Riedstadt und vielleicht auch noch Gernsheim.

Wir freuen uns über Interessent*innen, die auf den Listen im Kreis und vor Ort kandidieren wollen. Falls Ihr selbst Euch noch nicht gemeldet habt oder noch Personen kennt, bitte ich um schnelle Rückmeldung. Die Listenaufstellungen werden im Herbst passieren.

Ende Oktober haben wir ein Rhetoriktraining angesetzt, für das nur noch wenige Plätze frei sind.

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Forum Solidarische Politik im Kreis Groß Gerau

Wie wir leben und leben wollen!
Solidarische Politik mit und nach Corona im Kreis Groß Gerau?

Rückblickend auf die Ergebnisse der vier Forumsveranstaltungen seit 2017 zur sozialen Situation, zu den Themen  Wohnen, Mobilität und Pflege im Kreis Groß Gerau fragen wir nach Erfahrungen durch Corona und benennen die entstandenen wie verschärften sozialen Brennpunktthemen. Mit der Perspektive: „Durch Corona sieht man besser“ laden wir Bürger*innen ein, sich mit ihrer Perspektive einzubringen und sich konstruktiv für eine solidarische Politik im Kreis Groß stark zu machen.

Donnerstag, 2. Oktober 2020, 18.30 Uhr
Ort: Groß Gerau, Georg-Büchner-Saal, Landratsamt

Vorbereitung und Inputs: Monika Hettewer, Bernd Schiffler, Christiane Böhm, Dr. Harald Braun, Conny Best, Michael Müller- Puhlmann, Ingrid Reidt
Verbindliche Anmeldung (wegen Corona): demnächst bei der Kreisvolkshochschule, www.kvhsgg.de
Info: u.a. Ingrid Reidt, Betriebsseelsorgerin

Eine Kooperation engagierte Bürger*innen mit der KVHS GG, DGB-Ortsverband GG,
Kath. Betriebsseelsorge Südhessen  und  Arbeit & Leben Südhessen

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Interessante Informationen der attac Gruppe Rüsselsheim & Umgebung

Hallo attac-Interessierte,

nach unserem Online-Treffen am Montag habe ich auf https://www.attac-netzwerk.de/ruesselsheim/startseite/neuigkeiten/archiv/zu den bereits vorhandenen Links zu unserer Themenbehandlung seit September 2019 auch die aktuelle Präsentation verlinkt. Darin neben der angekündigten Darstellung von attac-nahen Vorschlägen auch (Folien 10 und 11) Informationen zu den Forderungen des Unternehmerverbands Gesamtmetall (siehe Flyer rechts).
Wie zu vermuten war, erhält der nun Unterstützung durch in Top-Medien (FOCUS z.B.) gehypte Top-Ökonomen (Lars Feld z.B.).

Meine Anmerkungen in Facebook dazu als Anhang.

Mit freundlichen Grüßen
Heinz-Jürgen Krug
attac Rüsselsheim & Umgebung

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Interessante Veranstaltungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Hier findet Ihr die Veranstaltungen, die als Online-Diskussionen stattfinden: https://www.rosalux.de/veranstaltungen.

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Antisemitismus, Judenverfolgung und Rettungswiderstand in Frankreich 1939-1945

Bildungsurlaub im FIEF La Bégude - de Mazenc - Provence (Südfrankreich)

Seminarleitung Bernd Heyl
Seminarleitung Helga Roth
Seminarleitung Elke Möller

Kategorie Studienreisen

Termine 03.10.20 - 10.10.20

Entgelt 755 € Entgelt EZ

740 € Entgelt DZ

Art Bildungsurlaub

Der Bildungsurlaub beschäftigt sich mit dem europäischen, nationalen und regionalen Kontext der Judenverfolgung im südlichen Frankreich. Exemplarisch werden die Erinnerungsorte Camp des Milles bei Aix en Provence und die Gedenkstätte Izieu besucht. Wir wollen über die individuelle und kollektive Verantwortung für Geschichte nachdenken und mit einem Besuch der Synagoge von Marseille den Blick auf aktuelle Probleme mit Rassismus und Antisemitismus richten. Das Seminar findet in Kooperation mit der "Stiftung Alte Synagoge Rüsselsheim" statt.

Den Seminarteilnehmer_innen wird ein Reader mit ausgewählten Texten zum Thema zur Verfügung gestellt. Wie im FIEF üblich werden französische Gesprächspartner*innen in die Seminargestaltung einbezogen.

Änderungen dieser Planung behalten sich die Organisator*innen vor.
Die Anerkennung als Lehrerfortbildung sowie die Anerkennung als Bildungsurlaub ist im Umfang von 5 Tagen beantragt.

Widerstand ist individuelles Verhalten und Handeln, beides geschieht nicht voraussetzungslos. Uns interessiert, unter welchen Bedingungen und an welchen Orten Menschen fähig und in der Lage waren, sich widerständig zu verhalten. Im Süden Frankreichs ermöglichte eine geschichtlich begründete Kultur der Widerständigkeit das Überleben von Verfolgten und Exilierten. Ein besonderes Kapitel ist die Rettung von ca. 10.000 jüdischen Kindern. Damit wollen wir uns intensiver beschäftigen. In der abgelegenen für die NS-Besatzer nur schwer zugänglichen Region Dieulefit wurden während des Krieges 1500 Menschen vor dem Zugriff ihrer Verfolger beschützt.
Das Seminar selbst findet in der von Ernest Jouhy gegründeten deutsch-französischen Begegnungsstätte FIEF in La Bégude-de-Mazenc, einem sehr schön erhaltenen mittelalterlichen Dorf der Drôme Provençale, statt. Die Unterkunft erfolgt in einfachen Zweibettzimmern, das Essen ist vorzüglich und die provenzalische Atmosphäre verspricht den Teilnehmer/innen eine neue Sicht der Dinge.

Die Bildungsgesellschaft der hessischen GEW, lea, organisiert das Seminar in Kooperation mit der Stiftung Alte Synagoge Rüsselsheim. Die Anerkennung als Lehrerfortbildung und Bildungsurlaub wird beantragt. Den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern wird ein Reader mit ausgewählten Texten zum Thema zur Verfügung gestellt. Wie im F.I.E.F. üblich werden französische Gesprächspartner/innen in die Seminargestaltung einbezogen.
 

Programm der Seminarwoche

Samstag, 3.10.20
Bis 19.00 Uhr Anreise, Begrüßung und Zimmerverteilung. Im Anschluss: Abendessen

Sonntag, 4.10.20
Vormittags: Kennenlernen des FIEF und seiner Umgebung.
Wir beschäftigen uns mit der Biografie Ernest Jouhys, insbesondere mit seiner Tätigkeit als Heimerzieher und aktiver Mitstreiter in der Résistance.

Nachmittags: Zwischen 1930 und 1945 war Frankreich ein Zufluchtsort für viele jüdische Migranten. Um die Lage der nach Frankreich Geflohenen verstehen zu können setzen wir uns mit der wechselvollen politischen Entwicklung Frankreichs zwischen 1930 und 1945 auseinander. Dies schließt eine Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus in Frankreich ein.
Mit dem Film "Die Kinder kamen nicht zurück" wird die Exkursion nach Izieu vorbereitet.

Montag, 5.10.20
Die ganztägige Exkursion führt uns in das "Musée d´Izieu mémorial des enfants juifs exterminés", in Izieu. Es befindet sich auf dem Anwesen des Kinderheimes, dessen Kinder am 6. April 1944 im Auftrag von Klaus Barbie nach Auschwitz deportiert wurden. An diesem Ort kreuzen sich deutsche und französische Geschichte, Résistance und Kollaboration. Wir werden an Hand von Zeichnungen und Briefen der Kinder Einblick in ihren Alltag und ihre Form der Verarbeitung erhalten und uns mit der Organisation OSE sowie dem Barbie-Prozess und seinen Auswirkungen auf das deutsche und das französische Geschichtsverständnis auseinandersetzen.

Dienstag, 6.10.20
Vormittags: Reflexion der Exkursion nach Izieu, Vorbereitung der Exkursion nach Les Milles.
Vortrag von Bernard Delpal (angefragt) zum Rettungswiderstand in der Drôme.

Nachmittags: Wanderung über die Passhöhe von Vesc zu Orten des Widerstandes. (Abwurfplatz, Berghütte von Louis Aragon und Elsa Triolet)

Mittwoch, 7.10.20
Besuch der Gedenkstätte "Camp des Milles". Im Lager Les Milles wurden zwischen 1939 und 1942 mehr als 10.000 Menschen interniert, von ihm aus wurden mehr als 2000 jüdische Männer, Frauen und Kinder nach Auschwitz deportiert. Die Gedenkstätte thematisiert die Beteiligung des Vichy-Regimes an der NS Vernichtungspolitik und präsentiert Inhalte auf einem aktuellen Stand der Gedenkstättenpädagogik.
Nachmittags: Gespräch mit einem Vertreter/einer Vertreterin der jüdischen Gemeinde Marseilles zur aktuellen Lage der jüdischen Bevölkerung Frankreichs.

Donnerstag, 8.10.20
Vormittags: Der Vormittag ist für die Auswertung der Exkursion vorgesehen. Nach einer Aussprache über die allgemeinen Eindrücke werden die Schwerpunktthemen in Gruppen vertieft. Es sollen Fragen nach dem französischen Verhältnis zur "Kollaboration", die Frage ob es einen originär "jüdischen" Widerstand gab, und die Frage, warum Barbie so lange seiner Strafe entgehen konnte, thematisiert werden.

Nachmittags: Über die Zeit der deutschen Besatzung in Frankreich und über Verfolgung und Widerstand gibt es eine Vielzahl von Romanen und Berichten. Zunächst werden wir uns in Kleingruppen mit einzelnen Texten auseinandersetzen. Die Auswahl der Literatur erfolgt im Verlauf des Vorbereitungstreffens

Freitag, 9.10.20
Vormittags: Besuch der Schule von Beauvallon. Am Ort des Geschehens wollen wir die Frage vertiefen, wie der zivile Widerstand in Dieulefit organisiert war und vor welchem sozialen, gesellschaftlichen und religiösen Hintergrund er erfolgreich sein konnte. Anne Lachens (angefragt) wird über den zivilen Widerstand, der jüdischen Flüchtlingen und verfolgten französischen Juden Schutz bot, am Beispiel der Schule von Beauvallon berichten.

Nachmittags: Reflexion der Seminarwoche. Vor dem Hintergrund der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen soll der Frage nachgegangen werden, wie Menschen zu politisch verantwortungsbewussten Subjekten und zu widerständigem Handeln befähigt werden.

Schlussrunde zum Seminarverlauf

Samstag, 10.10.20

Abreise nach dem Frühstück

(Die Veranstalter behalten sich Änderungen im Seminarablauf vor. )

Zielgruppe:
Zunächst einmal richtet sich das Seminar an alle diejenigen, für die die Geschichtlichkeit ihrer eigenen Existenz ein Thema ist und die sich insbesondere für die deutsch-französische Geschichte und unsere Leitfrage, was befähigt Menschen zum Widerstand, interessieren. Neben Lehrerinnen und Lehrern könnten dies Schüler/innen und Student/innen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lokaler Initiativen (Gedenkstätten, Stolpersteine, Geschichtswerkstätten, Studienkreis deutscher Widerstand...) oder von Museen sein.

Leistungen:
- 7 Übernachtungen inkl. Vollpension
- pädagogische Seminarleitung
- qualifierierte deutsche Reiseleitung
- Transport im Reisebus vom FIEF nach Marseille
- Vorträge, Eintritte und Rundgänge

Bei Bedarf wird Kinderbetreuung/Rahmenprogramm für Jugendliche organisiert.

Leitung: Bernd Heyl war Lehrer (IGS) und Vorsitzender des Gesamtpersonalrats beim SSA GG-Maintaunus. Elke Möller, war beschäftigt bei der Stadtverwaltung Rüsselsheim mit unterschiedlichen Aufgaben, schwerpunktmäßig im Gebiet Frauen- und Chancengleichheit und interkultrelle Arbeit. Aktuell u.a. engagiert im Vorstand der Stiftung Alte Synagoge Rüsselsheim. Helga Roth ist Französisch-Leherin und Leiterin der schulbibliothek an einer IGS.

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Jetzt wünsche ich Euch schöne Sommerferientage und gute Erholung. Wer etwas zu bemerken oder ankündigen hat, wer sich für die eine oder andere Aktivität der LINKEN interessiert, bitte einfach auf Antworten drücken und schreiben.

Herzliche Grüße

Christiane Böhm

-- Dieser Newsletter wird von Mitgliedern der LINKEN im Kreis Groß-Gerau herausgegeben. Wir haben Interesse an guten Inhalten und interessanten Terminen, die möglichst viele Menschen erreichen. Ihr könnt uns gerne Termine und Beiträge für den Newsletter einreichen und ihn an andere Interessierte weiterleiten. An- und Abmeldungen erfolgen über diese Mailadresse. Christiane Böhm Kontaktadresse: linkenewsgg@gmx.de

Der Kreis im Jahr 2030

Dein Beitrag dazu

Erklärungen siehe links "Eine Bilanz" vom 26.04.2020
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