Wahrscheinlich ein Femizid in Rüsselsheim
Die Linke ist entsetzt, dass es offensichtlich schon wieder einen Femizid im
Kreis Groß-Gerau gibt. Dazu erklärt der Kreisverband der Linken.
Die Kreisvorsitzende Christiane Böhm bedauert den Tod der Frau in
Rüsselsheim, die tot in ihrer Wohnung gefunden wurde. "Wir trauern um
eine Frau, die nach allem Anschein getötet wurde, weil sie eine Frau
ist. Unser Mitgefühl gilt den Verwandten und Bekannten. Es ist
erschreckend, dass gerade am Internationalen Frauentag, der auf die
Rechte von Frauen aufmerksam macht, eine solche schreckliche Tat geschieht."
"Wenn wir dann gleichzeitig in der Zeitung lesen müssen, dass hessische
Frauenhäuser im vergangenen Jahr mehr als 3000 Frauen und Kinder
abweisen mussten, weil es nicht genügend Frauenhausplätze gibt, ist das
eine Bankrotterklärung", sagt Sandra Dornheim, Sprecherin der Linken Rüsselsheim
und Kandidatin der Linken/Offenen Liste.
Um Frauen zu schützen, sind mindestens drei Dinge von der Politik zu
erbringen. Mehr Frauenhausplätze: Im Kreis wird 2027 ein zweites
Frauenhaus eröffnet. Wir brauchen Wohnungen nach dem
Frauenhausaufenthalt: Wohnungen sollten alle Kommunen bei ihren
Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften für Frauen in oder nach
Gewaltsituationen zur Verfügung stellen - Hessen kriegt selbst die 14 versprochenen im
gesamten Land nicht hin.
Frauen müssen gestärkt und Gewalt gegen Frauen geächtet
werden: Hier sind alle, aber auch die Kommunen in der Verantwortung. Es
braucht mehr Angebote, damit meist Männer nicht zu Tätern werden, dass
Frauen wissen, wohin sie sich wenden können und dort maximale Hilfe
bekommen. Schließlich gilt es Frauen in allen Lebensbereichen gleich zu
stellen, dann werden sie weniger schnell zum Opfer.
