Veranstaltung zum Antikriegstag am 1. September
Kürzungen bei der Jugend, Milliarden für Aufrüstung: Linke offene Liste lädt zum Antikriegstag nach Rüsselsheim
GROSS-GERAU / RÜSSELSHEIM.
Die Fraktion Die Linke offene Liste im Kreistag Groß-Gerau richtet ihren Blick Ende August und Anfang September verstärkt auf die Situation von Kindern und Jugendlichen im Kreis. Eine Woche lang besucht die Fraktion verschiedene Angebote vor Ort – und übt scharfe Kritik an der aktuellen Prioritätensetzung in der Politik.
„Hier soll auf Teufel komm raus gekürzt werden, obwohl der Unterstützungsbedarf und die Kinder- und Jugendarmut kontinuierlich steigen“, kritisiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Robin Cenk Cömert. „Gleichzeitig werden junge Menschen dazu gedrängt, zur Bundeswehr zu gehen, während die Wiedereinführung der Wehrpflicht im Raum steht. Es ist kein Wunder, dass das Vertrauen in die Politik schwindet und Jugendliche nicht als Kanonenfutter herhalten wollen.“
Veranstaltung zum Antikriegstag am 1. September
Passend zur Sommertour lädt die Fraktion am 1. September 2026 (Antikriegstag) um 18:00 Uhr zu einer Podiumsdiskussion nach Rüsselsheim (Waldstraße 8) ein.
Unter dem Motto der Friedens- und Jugendpolitik diskutieren:
Desiree Becker, Sprecherin für Frieden und Abrüstung sowie stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag,
Katharina vom Schulstreikbündnis,
Jochen Nagel (Groß-Gerau), der über seine historischen und praktischen Erfahrungen mit der Wehrdienstverweigerung berichtet.
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Kein Geld für Soziales, aber Milliarden für Rüstung?
Für die Fraktionsvorsitzende Christiane Böhm geht die aktuelle Bundes- und Landespolitik an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen vorbei: „Wir als Linke engagieren uns aktiv dafür, junge Menschen zu unterstützen, die den Dienst an der Waffe verweigern wollen. Die massive Aufrüstung und die ständige Erhöhung des Rüstungshaushalts gehen direkt zu Lasten aller anderen Bereiche: Es wird rigoros gespart – bei Kindern und Jugendlichen, in der Eingliederungshilfe, der Gesundheitsversorgung, beim Wohngeld, dem Unterhaltsvorschuss, der Pflege und beim Klimaschutz.“
Diese Politik der sozialen Einschnitte berge auch gesellschaftliche Gefahren, so Böhm weiter: „Das ist Wasser auf die Mühlen der AfD, die das Land weiter nach rechts rücken will. Anstatt die Rechten zu halbieren, steigen deren Umfragewerte nur weiter. Es braucht jetzt ein konsequentes soziales und friedenspolitisches Umsteuern. Das wird aber nur gelingen, wenn sich mehr Menschen aktiv einmischen. Wir freuen uns über alle, die die Bundes- und Landesregierung gemeinsam mit uns an ihre Verantwortung erinnern wollen.“

